Roma – zwischen Antike und Touristenwahnsinn!

Ein Tag in Rom – oder: Wo kommen bloss all diese Leute her?

Geschätzte 15 Jahre ist es her, seit wir Rom mit unseren damals noch jugendlichen Kindern besucht hatten – ebenfalls während der Herbstferien.

Aber was wir heute erlebten, hat uns beinahe umgehauen! Rom platzt aus allen Nähten! 🙈

Am Kolosseum, Trevibrunnen oder an der Spanischen Treppe: unglaubliche Menschenmassen. Und tatsächlich bestätigen die recherchierten Zahlen unseren Eindruck. Während Rom 2010 rund 26,5 Millionen touristische Übernachtungen verzeichnete, waren es 2025 bereits rund 53 Millionen. Praktisch eine Verdoppelung in 15 Jahren!

Mit der Metro direkt in die Antike

Unser Tag begann an der neuen Metrostation Porta Metronia, gleich neben unserer Unterkunft. Sie wurde erst im Dezember 2025 eröffnet und ist etwas Besonderes: Beim Bau entdeckte man eine rund 1’900 Jahre alte römische Militärkaserne! Statt alles abzuräumen, integrierte man die archäologischen Funde in die neu geplante Station.

Eine Station weiter stiegen wir beim Kolosseum aus – und standen mitten in einer Völkerwanderung. Ein spontaner Besuch im Innern? Aussichtslos!

Beatrice plant – MapOut navigiert!

Beatrice bestimmte die Sehenswürdigkeiten, ich übernahm mit meiner digitalen Karten-Allzweckwaffe MapOut die Navigation.

Kolosseum, Forum Romanum, Pantheon, Trevibrunnen, Spanische Treppe – alles auf unserer Liste. Was auf der Karte nach einem gemütlichen Spaziergang aussah, wurde stellenweise zum Hindernislauf zwischen Reisegruppen, Selfiesticks und unzähligen Smartphones.

Zum Glück fanden wir zwischendurch eine etwas abgelegene Bar für eine kleine Stärkung.

Der Elefant mit dem frechen Hinterteil

persönlicher Favorit war der Elefantino von Bernini hinter dem Pantheon. Ein kleiner Marmorelefant trägt einen ägyptischen Obelisken.

Der Legende nach liess Bernini den Elefanten absichtlich seinen Allerwertesten zum benachbarten Dominikanerkloster richten – als Rache für die Einmischung eines Geistlichen in seine Arbeit.

Ob wahr oder nicht – die Geschichte gefällt mir! 😂

Eigentlich wollten wir auch noch bei Giorgia Meloni vorbeischauen. Aber sie war offenbar gerade mit der italienischen Politik beschäftigt, indem sie just an diesem Tag ein neues Wahlgesetz durchboxte, das bei den Bürgern gar nicht gut ankommt. Also keine Audienz für zwei Schweizer Velopilger;-)

Spanische Treppe – hoffnungslos überfüllt!

Unser letzter Hotspot war die Spanische Treppe. Derart viele Menschen, dass man meinen konnte, alle warteten auf den Auftritt eines Superstars!

Danach quetschten wir uns in die vollgestopfte Metro zurück zur Porta Metronia.

Sightseeing kann anstrengender sein als eine 100-Kilometer-Etappe mit dem Gravelbike!

Ziemlich k. o. verzichteten wir auf einen Restaurantbesuch. Stattdessen gab’s einen üppigen Aperitivo in unserer Wohnung und danach den letzten Tatort mit Lena Odenthal und Co. – eine ziemlich schräge Geschichte!

(die vielen Leute wegradiert;-)

Philippe Martin

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