Philippe Martin Philippe Martin

Tag 7 - Über den Apennin in die Toscana!

Heute hiess es endgĂŒltig: Ciao Po-Ebene! Nach Tagen im Flachland wurde unsere Via Francigena wieder deutlich dreidimensionaler. 😅

Über 1’300 Höhenmeter fĂŒhrte uns die Route hinauf in den Apennin und schliesslich ĂŒber den Passo della Cisa. Die Beine hatten wieder ordentlich zu tun – aber mit jedem Höhenmeter wurde die Landschaft schöner und bergiger.

Heute hiess es endgĂŒltig: Ciao Po-Ebene! Nach Tagen im Flachland wurde unsere Via Francigena wieder deutlich dreidimensionaler. 😅

Über 1’300 Höhenmeter fĂŒhrte uns die Route hinauf in den Apennin und schliesslich ĂŒber den Passo della Cisa. Die Beine hatten wieder ordentlich zu tun – aber mit jedem Höhenmeter wurde die Landschaft schöner und bergiger.

Und was gehört zu einer richtigen Passfahrt in Italien? NatĂŒrlich ein Pasta-Lunch in den Bergen! 🍝 Kohlenhydrate nachfĂŒllen, Beine kurz ausruhen – und weiter.

Nach dem Cisa dann der besondere Moment: Wir sind in der Toscana! 🇼đŸ‡č

Und als Willkommensgeschenk gab’s gleich eine lange Abfahrt auf der Via Francigena Sud hinunter nach Pontremoli. Nach dem langen Aufstieg einfach rollen lassen – herrlich!

Unser Nachtlager passt ebenfalls bestens zu unserer Reisegeschichte: Nachdem wir auf dem Grossen Sankt Bernhard schon Napoleon begegnet sind, schlafen wir heute ausgerechnet im Hotel Napoleon. 😇

Der Mann verfolgt uns offenbar bis in die Toscana! 😂

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Tag 6 - Castel San Giovanni → Parma 93 km

Die Po-Ebene liegt hinter uns! Nach Tagen zwischen Reisfeldern, FlĂŒssen und endlos flachem Land wartet morgen eine ganz andere Nummer: der Passo della Cisa. Noch einmal ordentlich Höhenmeter sammeln – und dann geht’s hinunter in die Toscana! 😅

Die Po-Ebene liegt hinter uns! Nach Tagen zwischen Reisfeldern, FlĂŒssen und endlos flachem Land wartet morgen eine ganz andere Nummer: der Passo della Cisa. Noch einmal ordentlich Höhenmeter sammeln – und dann geht’s hinunter in die Toscana! 😅

Heute war aber zunĂ€chst Sonntagsruhe angesagt. Kaum Lastwagen auf den Strassen und die Via Francigena fĂŒhrte uns einmal mehr weitgehend abseits des grossen Verkehrs. Waren gestern noch mehr als 50 % Gravel angesagt, waren es heute vielleicht 10 %. Entsprechend flott kamen wir voran.

Erster lÀngerer Halt: Piacenza. Eine Stadt, deren Namen ich bisher hauptsÀchlich von den Autobahnschildern kannte. Höchste Zeit also, einmal hineinzufahren!

Auf dem Hauptplatz dann eine Überraschung: Hunderte Menschen verfolgten live eine politische Talkshow. Dank meiner AirPods konnte ich sogar verstehen, worĂŒber diskutiert wurde – die Übersetzung direkt und in Echtzeit ins Ohr. 👍 Technik, die unterwegs tatsĂ€chlich Spass macht!

Danach wartete ein ganz anderer Höhepunkt: die wunderschöne Abbazia di Chiaravalle della Colomba. Ein eindrĂŒckliches, fĂŒr Norditalien typisch von Backstein geprĂ€gtes Kloster – und natĂŒrlich musste Beatrices Pilgerpass wieder zum Einsatz kommen. Diesmal gab’s den Stempel sogar höchstpersönlich von einem Mönch. 😇 Langsam wird diese Stempelsammlung richtig authentisch!

Eigentlich hĂ€tte ich Beatrice heute durchaus eine etwas kĂŒrzere Etappe zugestanden. Wirklich!

Aber die verfĂŒgbaren Hotels entsprachen offenbar nicht ganz ihren Vorstellungen. 😂 Also wurde weitergeradelt 
 und weiter 
 bis wir schliesslich nach 93 Kilometern Parma erreichten.

Jetzt stehen wir am Fuss des Apennins. Morgen wird aus der flachen Via Francigena wieder eine ziemlich dreidimensionale Angelegenheit.

Passo della Cisa – wir kommen!

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Tag 5 - Zum Thema saubere Gravelbikes


GemĂŒtlicher hĂ€tte der Tag kaum beginnen können: Kaffee und Brioche in einem italienischen CafĂ© in Mortara. ☕ Danach auf die frisch geputzten Gravelbikes und entspannt der Via Francigena folgen.o

Mortara - Pavia - Castelo San Giovanni

83km 207Hm 4:22

GemĂŒtlicher hĂ€tte der Tag kaum beginnen können: Kaffee und Brioche in einem italienischen CafĂ© in Mortara. ☕ Danach auf die frisch geputzten Gravelbikes und entspannt der Via Francigena folgen.

Der Zustand „frisch geputzt“ hielt ungefĂ€hr bis zum Ortsausgang. 😂

Kaum ausserhalb von Mortara, fĂŒhrte uns der Track durch tiefe Sandpassagen, die nicht nur unsere FahrkĂŒnste auf die Probe stellten. Irgendwann entschieden wir: Das mĂŒssen wir uns nicht antun. Alternative gesucht, gefunden – und schon kamen wir wieder zĂŒgig voran.

In Pavia fuhren wir ĂŒber den berĂŒhmten Ponte Coperto, die wunderschöne gedeckte BrĂŒcke ĂŒber den Ticino, direkt in die Altstadt. Dort meldete Beatrice akuten Hunger an, der mit einer Portion Gnocchi erfolgreich bekĂ€mpft wurde.

Gut gestĂ€rkt wollten wir weiter – doch Beatrices Vorderreifen hatte offenbar andere PlĂ€ne: platt! 🙈 Also Schlauch raus, neuen rein – und endlich durfte meine neue elektrische Minipumpe zeigen, wofĂŒr ich sie mitschleppe. Ratzfatz wieder fahrbereit!

Danach wurde es landschaftlich richtig spannend. Kilometerlang fuhren wir auf hohen DĂ€mmen durch die Hochwasserschutzgebiete entlang von Ticino und Po. Breite FlĂŒsse, Seitenarme und riesige WasserflĂ€chen – enorm, wie sehr diese Landschaft sĂŒdlich von Mailand vom Wasser geprĂ€gt wird.

Besonders eindrĂŒcklich war die lange BrĂŒcke im Gebiet, wo der Ticino kurz darauf in den Po mĂŒndet. Eine gewaltige Wasserlandschaft!

Und irgendwann tauchte Castel San Giovanni auf. Zeit fĂŒr den inzwischen fast schon obligatorischen Aperitivo – bei einem 
 oder vielleicht auch zwei IPA. 😅

Unser Hotel hat praktischerweise gleich eine eigene Pizzeria. Und die scheint ziemlich bekannt zu sein: Das Lokal ist voll – und rundherum wird in jener typisch italienischen LautstĂ€rke diskutiert, bei der man auch ohne ein Wort zu verstehen das GefĂŒhl hat, mitten im GesprĂ€ch zu sitzen.

Ein ziemlich perfekter italienischer Abschluss fĂŒr einen nicht ganz perfekten Gravel-Tag. 🇼đŸ‡č

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Tag 4 - Mitten im Reisland – und plötzlich dreht sich alles um die Gans!

Heute fĂŒhrte uns die Via Francigena kilometerweit durch eine Landschaft, die wir im Piemonte so nicht erwartet hatten: Reisfelder, soweit das Auge reicht!

Und wir kamen genau zur richtigen Zeit. Ende September ist Erntezeit und wir konnten live zuschauen, wie eine riesige Erntemaschine den Reis aberntete und gleich nebenher einen AnhĂ€nger fĂŒllte. Landwirtschaft im XXL-Format – eindrĂŒcklich!

Ivrea - Vercelli - Mortara 86km, 280Hm

Heute fĂŒhrte uns die Via Francigena kilometerweit durch eine Landschaft, die wir im Piemonte so nicht erwartet hatten: Reisfelder, soweit das Auge reicht!

Und wir kamen genau zur richtigen Zeit. Ende September ist Erntezeit und wir konnten live zuschauen, wie eine riesige Erntemaschine den Reis aberntete und gleich nebenher einen AnhĂ€nger fĂŒllte. Landwirtschaft im XXL-Format – eindrĂŒcklich!

Rund um Vercelli, wo wir unseren Mittagshalt einlegten, liegt eines der bedeutendsten Reisanbaugebiete Europas. Carnaroli, Arborio & Co. wachsen hier praktisch direkt am Radweg – da bekommt das Risotto plötzlich eine ganz andere Bedeutung. 😋

Nach Vercelli ging’s weiter durch die endlosen Felder bis nach Mortara. Und dort wartete die nĂ€chste Überraschung: Wir landeten ausgerechnet mitten in der 59. Sagra del Salame d’Oca, dem traditionellen Fest rund um die Gans. Das grosse Festwochenende mit SpezialitĂ€ten, Musik, historischem Umzug und Palio steht unmittelbar bevor. (Sagra Del Salame D’Oca⁠)

Vom Reis zur Gans also – kulinarisch sind wir definitiv in der richtigen Gegend gelandet!

Vor dem Hotel gab’s allerdings noch einen wichtigen Programmpunkt: Carwash! Nicht fĂŒr uns, sondern fĂŒr unsere Gravelbikes. Nach all den staubigen und dreckigen Kilometern hatten sie eine Dusche dringend nötig.

Frisch gewaschen durften sie danach sogar mit aufs Hotelzimmer. So konnten wir sie mit gutem Gewissen neben unseren Betten parkieren. 😂

Reisernte, GĂ€nsefest und Bike-WĂ€sche – wieder so ein Tag, den man am Morgen garantiert nicht planen kann!

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Tag 3 – Aosta → Ivrea 103 km 707 Hm

Der Tag begann ausgesprochen gemĂŒtlich. Raus aus Aosta, runter zur Dora und entspannt dem Fluss entlang. So könnte es eigentlich bis Rom weitergehen 


Der Tag begann ausgesprochen gemĂŒtlich. Raus aus Aosta, runter zur Dora und entspannt dem Fluss entlang. So könnte es eigentlich bis Rom weitergehen 


Doch die Via Francigena hatte andere PlĂ€ne. Plötzlich bog unser Track links ab und fĂŒhrte hinauf nach Saint-Vincent – ein schmuckes Örtchen mit herrlichem Blick ĂŒber das Aostatal. Danach wieder runter zur Dora, ein StĂŒck dem Fluss entlang – und bei Bard natĂŒrlich nochmals hoch zur Burg. 😅

Langsam verstehen wir den Charakter der Via Francigena: UrsprĂŒnglich ein Pilgerweg fĂŒr Wanderer, nimmt sie praktisch jeden historischen Hotspot mit. Die Veloroute versucht diesem Weg zu folgen, nutzt dabei offizielle Radrouten – die in Italien allerdings gerne mal aus ziemlich viel Schotter bestehen.

Bis Ivrea lief alles bestens. Beim obligaten Aperitivo wollten wir gemĂŒtlich ein Hotel buchen. Keine Chance! Kein Hotel, kein B&B und auch bei Warmshowers nichts – und das in einer Stadt mit rund 23’000 Einwohnern. Der Grund: ein internationaler Wildwasser-Wettkampf auf der Dora!

Erst etwa 8 km ausserhalb fanden wir noch ein freies B&B. Also aufsitzen und los.

Und dann mein persönliches Highlight des Tages: Der Track fĂŒhrte ostwĂ€rts – und plötzlich fuhr ich gegen Abend der Sonne entgegen. đŸ€” Moment mal 
 Sonne? Westen? Rom? Osten?

Falsche Richtung! 🙈

Ich hĂ€tte mich ohrfeigen können. Eine wunderschöne, aber völlig ĂŒberflĂŒssige 12-km-Zusatzschlaufe. Als ob 100 Kilometer nicht gereicht hĂ€tten!

DafĂŒr wurden wir im B&B umso herzlicher empfangen. Ein wunderschöner Ort und zum Abschluss ein super piemontesisches Essen – spĂ€testens danach waren die zusĂ€tzlichen Kilometer wieder fast vergessen.

Merke: Auch auf dem Weg nach Rom sollte man gelegentlich schauen, wo die Sonne steht. 😂

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Tag 2 - Über den Grossen Sankt Bernhard nach Aosta


Was fĂŒr ein Tag! Am Morgen noch dick eingepackt in Winterklamotten, wenig spĂ€ter bereits wieder im Sommerdress.

Bourg-St-Pierre 🇹🇭- Aosta 🇼đŸ‡č 48km, 850Hm

Was fĂŒr ein Tag! Am Morgen noch dick eingepackt in Winterklamotten, wenig spĂ€ter bereits wieder im Sommerdress.

Die letzten 10 Kilometer hinauf zum Grossen Sankt Bernhard hatten es mit durchschnittlich rund 10 % Steigung ordentlich in sich. Oben auf 2’400 Metern gönnten wir uns eine Pause und etwas Geschichte: Schon Napoleon zog hier 1800 mit rund 40’000 Soldaten ĂŒber die Alpen. Wir waren mit zwei Gravelbikes und ein paar Taschen deutlich bescheidener unterwegs. 😅

Nach einem Besuch im Hospiz und der kleinen Kirche hiess es endlich: abwĂ€rts Richtung Aosta! Fast 2’000 Höhenmeter lagen vor uns – allerdings nur ein VergnĂŒgen, wenn die Bremsen funktionieren.

Kurz nach der Passhöhe stellte Beatrice nĂ€mlich fest, dass ihr Bike kaum noch richtig bremste. 🙈 Also Boxenstopp am Strassenrand, neue BremsbelĂ€ge rein – zum GlĂŒck hatte ich Ersatz dabei! Bei den folgenden Tornanti definitiv keine unnötige Reparatur.

Danach: Genuss pur! Herrliche Landschaft, tolle Kurven und mit jedem verlorenen Höhenmeter wurde es wÀrmer.

In Aosta folgten wir einem Hoteltipp von Caro und Migg – und machten dabei gleich ein SchnĂ€ppchen: Direkt ĂŒber die Hotelwebsite gebucht war das Zimmer 40 Euro gĂŒnstiger als bei booking!

Nach Dusche und GepĂ€cksortieren ging’s in die wunderschöne Altstadt. NatĂŒrlich musste Beatrice zuerst ihren nĂ€chsten Via-Francigena-Stempel organisieren – langsam wird das zum wichtigsten Programmpunkt unserer Reise. 😂

Danach Aperitivo und zum Abendessen etwas Regionales: Polenta mit Hirschragout, dazu ein Wein aus dem Aostatal.

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Tag 1 – Auf nach Rom: FĂŒnfmal umsteigen und 720 Höhenmeter zum Einrollen đŸšŽâ€â™‚ïž

Beatrice ist bereits voll im Pilgerfieber: Den ersten Stempel gab’s beim Start in OrsiĂšres, den zweiten gleich im Hotel in Bourg-Saint-Pierre. Die Pilgerkarte fĂŒllt sich – Rom, wir kommen!

Rheinfelden – Orsiùres – Bourg-Saint-Pierre | 13 km | 720 Hm

Endlich geht’s los! Unsere nĂ€chsten zwei Wochen stehen ganz im Zeichen der Via Francigena, dem historischen Pilgerweg, dem wir mit unseren Gravelbikes bis nach Rom folgen wollen.

Der Auftakt verlief allerdings etwas holprig: SBB-VerspĂ€tungen und in Basel gerade einmal drei Minuten Umsteigezeit. Doch es klappte! Ab Basel waren die ZĂŒge pĂŒnktlich, und selbst fĂŒr unsere Gravelbikes gab es in jedem Wagen genĂŒgend Platz. Nach fĂŒnfmaligem Umsteigen und knapp vier Stunden Zugfahrt erreichten wir OrsiĂšres, am Fuss des Grossen Sankt Bernhard.

Die Pilgerkarriere beginnt

Beatrice hatte gleich eine wichtige Mission: den ersten Stempel fĂŒr ihre Pilgerkarte organisieren! In OrsiĂšres wurde sie fĂŒndig, und damit war unsere Pilgerreise offiziell eröffnet. Schliesslich wollen wir nicht als Schwarzpilger in Rom ankommen. 😇

Nun durften endlich auch die Gravelbikes zeigen, wofĂŒr wir sie mitgeschleppt hatten. Unser Prolog nach Bourg-Saint-Pierre war mit 13 Kilometern zwar kurz, aber die 720 Höhenmeter sorgten bereits fĂŒr etwas Betriebstemperatur. Zum GlĂŒck war auf der Strasse wenig Verkehr, und die Steigung hielt sich in angenehmen Grenzen.

Im Hotel angekommen, konnte Beatrice bereits den zweiten Stempel in ihrer Pilgerkarte verbuchen. Zwei Stempel am ersten Tag – wenn das so weitergeht, brauchen wir bald eine zweite Karte!

Fondue Chinoise statt Pasta

Da uns in den kommenden zwei Wochen die italienische KĂŒche wohl kaum erspart bleiben wird – was natĂŒrlich keineswegs eine Drohung ist –, entschieden wir uns im Hotel vorsorglich fĂŒr ein Fondue Chinoise. Ein gelungener kulinarischer Abschluss unseres ersten Reisetages! 😋

Morgen wird es dann ernst: Der Grosse Sankt Bernhard wartet auf uns.

Rom ist noch weit weg – aber die ersten beiden Stempel haben wir schon mal im Sack!

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