Tag 6 - Castel San Giovanni → Parma 93 km
Die Po-Ebene liegt hinter uns! Nach Tagen zwischen Reisfeldern, Flüssen und endlos flachem Land wartet morgen eine ganz andere Nummer: der Passo della Cisa. Noch einmal ordentlich Höhenmeter sammeln – und dann geht’s hinunter in die Toscana! 😅
Heute war aber zunächst Sonntagsruhe angesagt. Kaum Lastwagen auf den Strassen und die Via Francigena führte uns einmal mehr weitgehend abseits des grossen Verkehrs. Waren gestern noch mehr als 50 % Gravel angesagt, waren es heute vielleicht 10 %. Entsprechend flott kamen wir voran.
Erster längerer Halt: Piacenza. Eine Stadt, deren Namen ich bisher hauptsächlich von den Autobahnschildern kannte. Höchste Zeit also, einmal hineinzufahren!
Auf dem Hauptplatz dann eine Überraschung: Hunderte Menschen verfolgten live eine politische Talkshow. Dank meiner AirPods konnte ich sogar verstehen, worüber diskutiert wurde – die Übersetzung direkt und in Echtzeit ins Ohr. 👍 Technik, die unterwegs tatsächlich Spass macht!
Danach wartete ein ganz anderer Höhepunkt: die wunderschöne Abbazia di Chiaravalle della Colomba. Ein eindrückliches, für Norditalien typisch von Backstein geprägtes Kloster – und natürlich musste Beatrices Pilgerpass wieder zum Einsatz kommen. Diesmal gab’s den Stempel sogar höchstpersönlich von einem Mönch. 😇 Langsam wird diese Stempelsammlung richtig authentisch!
Eigentlich hätte ich Beatrice heute durchaus eine etwas kürzere Etappe zugestanden. Wirklich!
Aber die verfügbaren Hotels entsprachen offenbar nicht ganz ihren Vorstellungen. 😂 Also wurde weitergeradelt … und weiter … bis wir schliesslich nach 93 Kilometern Parma erreichten.
Jetzt stehen wir am Fuss des Apennins. Morgen wird aus der flachen Via Francigena wieder eine ziemlich dreidimensionale Angelegenheit.
Passo della Cisa – wir kommen!