Tag 5 - Zum Thema saubere Gravelbikes…
Mortara - Pavia - Castelo San Giovanni
83km 207Hm 4:22
Gemütlicher hätte der Tag kaum beginnen können: Kaffee und Brioche in einem italienischen Café in Mortara. ☕️ Danach auf die frisch geputzten Gravelbikes und entspannt der Via Francigena folgen.
Der Zustand „frisch geputzt“ hielt ungefähr bis zum Ortsausgang. 😂
Kaum ausserhalb von Mortara, führte uns der Track durch tiefe Sandpassagen, die nicht nur unsere Fahrkünste auf die Probe stellten. Irgendwann entschieden wir: Das müssen wir uns nicht antun. Alternative gesucht, gefunden – und schon kamen wir wieder zügig voran.
In Pavia fuhren wir über den berühmten Ponte Coperto, die wunderschöne gedeckte Brücke über den Ticino, direkt in die Altstadt. Dort meldete Beatrice akuten Hunger an, der mit einer Portion Gnocchi erfolgreich bekämpft wurde.
Gut gestärkt wollten wir weiter – doch Beatrices Vorderreifen hatte offenbar andere Pläne: platt! 🙈 Also Schlauch raus, neuen rein – und endlich durfte meine neue elektrische Minipumpe zeigen, wofür ich sie mitschleppe. Ratzfatz wieder fahrbereit!
Danach wurde es landschaftlich richtig spannend. Kilometerlang fuhren wir auf hohen Dämmen durch die Hochwasserschutzgebiete entlang von Ticino und Po. Breite Flüsse, Seitenarme und riesige Wasserflächen – enorm, wie sehr diese Landschaft südlich von Mailand vom Wasser geprägt wird.
Besonders eindrücklich war die lange Brücke im Gebiet, wo der Ticino kurz darauf in den Po mündet. Eine gewaltige Wasserlandschaft!
Und irgendwann tauchte Castel San Giovanni auf. Zeit für den inzwischen fast schon obligatorischen Aperitivo – bei einem … oder vielleicht auch zwei IPA. 😅
Unser Hotel hat praktischerweise gleich eine eigene Pizzeria. Und die scheint ziemlich bekannt zu sein: Das Lokal ist voll – und rundherum wird in jener typisch italienischen Lautstärke diskutiert, bei der man auch ohne ein Wort zu verstehen das Gefühl hat, mitten im Gespräch zu sitzen.
Ein ziemlich perfekter italienischer Abschluss für einen nicht ganz perfekten Gravel-Tag. 🇮🇹