Tag 8 - Zurück in die Vergangenheit … und vorwärts ans Meer!

Manchmal fühlt sich die Via Francigena tatsächlich wie eine kleine Zeitreise an. Kaum verlässt man die Hauptstrasse, verschwinden Verkehr, moderne Häuser und Alltag – und plötzlich rollen wir durch enge Gassen, über jahrhundertealtes Pflaster und vorbei an alten Steinhäusern, die vermutlich schon unzählige Pilger kommen und gehen sahen.

Hoch über den Dörfern wachen Burgen, Kirchtürme schlagen noch immer die Stunden – und eigentlich erinnern uns nur unsere Gravelbikes mit Navi, und Smartphone daran, dass wir doch im Jahr 2026 unterwegs sind. 😇

Je näher wir dem Meer kamen, desto wärmer wurde es – allerdings auch hektischer auf den Strassen.

In Sarzana, einem wunderschönen kleinen Städtchen, war Zeit für den Lunch: Focaccia und ein Bier – unkompliziert, italienisch und genau das Richtige.

Danach zeigte uns die Via Francigena nochmals ihre wilde Seite: Richtung Marina führte sie uns durch dichte Schilfpassagen und über kleine Flussübergänge. Gravelbike eben – irgendeine Überraschung findet sich immer. 😜

Und dann plötzlich: das Meer!

Sieben Tage hat es gedauert, von der Alpennordseite über den Grossen Sankt Bernhard, durch das Aostatal und die Po-Ebene, über den Apennin und hinein in die Toscana – bis wir heute endlich am Meer standen.

In Marina di Massa bezogen wir ein grosszügiges Appartement ganz in Strandnähe. Und morgen gilt: Ruhetag! Räder stehen lassen, Beine hoch und ab an den Strand.

Zum Abendessen sollte es eigentlich Fisch geben. Google Maps hatte auch gleich das passende Restaurant für uns – nur wusste Google offenbar noch nicht, dass es dieses gar nicht mehr gibt. 😂

Also weitersuchen … und kurz darauf landeten wir in einer Pizzeria & Cucina. Volltreffer! Langsam kommen wir zur Erkenntnis: In Italien muss man sich ums Essen eigentlich keine Sorgen machen – irgendwo wartet immer etwas richtig Gutes.

Zurück im Appartement gab’s zum Tagesabschluss noch Fussball: Schottland – Schweiz 0:3. Ein erfreulicher Abschluss eines ohnehin ziemlich gelungenen Tages.

Philippe Martin

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Tag 7 - Über den Apennin in die Toscana!