Die letzte Etappe – eine Genussfahrt zum Abschluss!

R2R #17 – Brenner → Innsbruck, 40 km, 250 Hm

Zuerst noch die Auflösung der gestrigen kulinarischen Frage: Ja, es gab ein feines Wienerschnitzel vom Rind mit Bratkartoffeln und Gemüse! 😋 Nach all den italienischen Köstlichkeiten eine willkommene Abwechslung. Geschmeckt hat’s ausgezeichnet!

Heute Morgen hiess es Abschied nehmen von unserem ultramodernen Appartement in Bozen. Die Gravelbikes waren ein letztes Mal gepackt, und schon ging’s zum Bahnhof.

Unser Plan: Mit dem Zug auf den Brenner und anschliessend eine gemütliche Genussfahrt nach Innsbruck!

In anderthalb Stunden tuckelten wir von Bozen auf den Brennerpass. Draussen zeigte sich die Sonne zaghaft hinter den Wolken. Trocken war es immerhin, aber auf rund 1’370 Metern Höhe doch ziemlich frisch!

40 Kilometer bergab? Von wegen!

Wer glaubt, dass man vom Brenner einfach gemütlich nach Innsbruck hinunterrollt, täuscht sich!

Immer wieder ging’s hoch und runter. Das erinnerte uns an die Fahrt vom Oberengadin ins Unterengadin – auch dort bedeutet «flussabwärts» noch lange nicht, dass man nicht mehr in die Pedale treten muss.

Vom Brenner nach Innsbruck gibt es vier Möglichkeiten: Autobahn, alte Passstrasse, Zug oder Radweg.

Wir entschieden uns natürlich für den wunderschönen Brenner-Radweg!

Und das war genau die richtige Wahl für unsere letzte Etappe. Kein Zeitdruck, keine schwierigen Gravelpassagen, einfach gemütlich durch die Tiroler Berglandschaft rollen und die Aussicht geniessen.

Immer wieder blickten wir hinüber zur Brennerautobahn, wo der Verkehr nicht so recht vorankam.

Während sich die Autos und Lastwagen stauten, genossen wir unsere freie Fahrt auf zwei Rädern. 😎

Ein Finale mit Aussicht!

Zum Schluss wurden wir mit einer rassigen Abfahrt belohnt. Plötzlich lag Innsbruck vor uns!

Besonders eindrücklich der Blick auf die Bergiselschanze, das architektonische Meisterwerk von Zaha Hadid. Dahinter die Stadt und die imposante Tiroler Bergwelt.

Was für eine schöne Kulisse für unsere letzten Kilometer!

Und dann war es tatsächlich so weit:

Nach rund 1’200 Velokilometern war unsere R2R-Bikepacking-Tour zu Ende!

Eine letzte Etappe, wie wir sie uns gewünscht hatten: entspannt, landschaftlich wunderschön und einfach zum Geniessen!

Zum Abschluss noch einmal hoch hinaus

In Innsbruck blieb uns Zeit für einen gemütlichen Stadtbummel. Den obligaten Aperitivo gönnten wir uns diesmal im Lichtblick 360°, hoch über den Dächern der Stadt.

Ein fantastischer Rundblick über Innsbruck und die umliegenden Berge – genau der richtige Ort, um auf unser gemeinsames Abenteuer anzustossen.

Und das Nachtessen? Nach zwei Wochen italienischer Küche und dem gestrigen Wienerschnitzel entschieden wir uns für einen kulinarischen Richtungswechsel: asiatisch, würzig und ordentlich scharf!

Morgen geht’s mit dem Railjet von Innsbruck nach Sargans und anschliessend mit der SBB zurück heim in die Nordwestschweiz.

Glücklich, gesund und mit unzähligen schönen Erinnerungen im Gepäck!

Im Zug werde ich noch etwas Zeit haben, unsere Reise Revue passieren zu lassen: ein paar Zahlen, persönliche Erkenntnisse und vielleicht die eine oder andere Überraschung.

Philippe Martin

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Etappe 16 - Von Ultracyclisten, Gümmelern und der Sehnsucht nach einem Wienerschnitzel!