Tag 4 - Mitten im Reisland – und plötzlich dreht sich alles um die Gans!
Ivrea - Vercelli - Mortara 86km, 280Hm
Heute führte uns die Via Francigena kilometerweit durch eine Landschaft, die wir im Piemonte so nicht erwartet hatten: Reisfelder, soweit das Auge reicht!
Und wir kamen genau zur richtigen Zeit. Ende September ist Erntezeit und wir konnten live zuschauen, wie eine riesige Erntemaschine den Reis aberntete und gleich nebenher einen Anhänger füllte. Landwirtschaft im XXL-Format – eindrücklich!
Rund um Vercelli, wo wir unseren Mittagshalt einlegten, liegt eines der bedeutendsten Reisanbaugebiete Europas. Carnaroli, Arborio & Co. wachsen hier praktisch direkt am Radweg – da bekommt das Risotto plötzlich eine ganz andere Bedeutung. 😋
Nach Vercelli ging’s weiter durch die endlosen Felder bis nach Mortara. Und dort wartete die nächste Überraschung: Wir landeten ausgerechnet mitten in der 59. Sagra del Salame d’Oca, dem traditionellen Fest rund um die Gans. Das grosse Festwochenende mit Spezialitäten, Musik, historischem Umzug und Palio steht unmittelbar bevor. (Sagra Del Salame D’Oca)
Vom Reis zur Gans also – kulinarisch sind wir definitiv in der richtigen Gegend gelandet!
Vor dem Hotel gab’s allerdings noch einen wichtigen Programmpunkt: Carwash! Nicht für uns, sondern für unsere Gravelbikes. Nach all den staubigen und dreckigen Kilometern hatten sie eine Dusche dringend nötig.
Frisch gewaschen durften sie danach sogar mit aufs Hotelzimmer. So konnten wir sie mit gutem Gewissen neben unseren Betten parkieren. 😂
Reisernte, Gänsefest und Bike-Wäsche – wieder so ein Tag, den man am Morgen garantiert nicht planen kann!